Jubiläumsabend - Feiern und Genießen

 

Sinsheim – Ehrstädt (abc) Feiern und Genießen bildete den Mittelpunkt eines Jubiläumsabends anlässlich des 50-jährigen Bestehens des Musikvereins Ehrstädt-Hasselbach. Wer sich eine der begehrten Karten hatte sichern können, wurde mit Sekt und Gaumenschmeichlern in der Seewiesenhalle empfangen.

 

Eine Stunde später folgte die offizielle Begrüßung durch die Vorsitzende der Gastgeber, Anja Bauer, und ein erster Musikblock. Die Stücke „Flott voran“ und „Fuchsgraben-Polka“ markierten die Anfangsjahre des Vereins. Nun wurde zur Vorspeise ein Blick in die Vereinschronik gewährt. Ilka Hack garnierte das Ganze mit etlichen Anekdoten. Angefangen bei „Urvater“ Gerhard Schneider, der zunächst nur Akkordeon spielte, sich dann aber eine Trompete kaufte. Dessen Neffen Friedbert und Jürgen fanden auch bald Gefallen an der Blasmusik unterm Lindenbaum. Im Jahr 1968, man war mittlerweile zu neunt, entstand der „Musik-Club“, da man aufgrund einer 20-Mark-Spende des damaligen SVE-Trainers ein Kassenbuch brauchte. Dann wurde „Sofies Keller“ außerhalb des Ortskerns in Richtung Babstadt zum Proberaum umgebaut, während die eigentliche Gründungsversammlung erst 1971 stattfand. Es dauerte aber noch eine weitere Dekade, bis der „wilde Haufen“ im Vereinsregister eingetragen war…

 

Es folgte ein Grußwort des Vorsitzenden des Blasmusikverbandes Rhein-Neckar, Günther Rauchmann, der anschließend etliche Ehrungen vornahm. Anna Ohr (zehn Jahre Dirigentin), Ulrich Volk, Steffen Scherb (jeweils 30 Jahre aktive Mitgliedschaft), Axel Graf (40 Jahre aktive Mitgliedschaft) und Jürgen Hodel (50 Jahre aktive Mitgliedschaft) erhielten jeweils Urkunden, Ehrennadeln und Präsente. Letzterer wurde – als einzig verbliebener Musiker der ersten Stunde – zum Ehrenmitglied ernannt.

 

Nachdem der Hauptgang des Jubiläums-Menüs verzehrt war, griffen mit Norbert Müller und Peter Tschimmel zwei ehemalige Dirigenten an alter Wirkungsstätte nochmals zum Taktstock. Ebenso dirigierte Alexander Brietz (Vize-Dirigent) und Matthias Imhof (aktueller Dirigent) jeweils ein Stück.

 

Dazwischen dankte Oberbürgermeister Jörg Albrecht dafür, seit dem ersten Besuch an Weihnachten 2011 „Teil der Gemeinschaft“ zu sein. „Es gehört viel dazu, einen Verein über ein halbes Jahrhundert hinweg zu erhalten“, lobte er die Leistung von Vorstand und Musikern gleichermaßen, um anschließend eine Ehrengabe zu überreichen. Ortsvorsteher Frank Wintterle wünschte dem Musikverein „als wichtiger Botschafter für die Stadtteile“ alles Gute, bevor die Hasselbacher Amtskollegin Ulrike Bauer als Dank für zurückliegende Einsätze einige Flaschen Sekt spendierte.

 

Im Schlusswort dankte Anja Bauer im Namen des gesamten Vorstandsteams allen Beteiligten für den rundum gelungenen Jubiläumsabend. Der ging mit Live-Musik der Gruppe „Flugrost“ noch lange weiter, wobei die Feierlichkeiten damit keinesfalls beendet sind. Für die „Polkaparty“ am Samstag, 30. Juni, wird extra ein Festzelt beim Gemeinschaftshaus errichtet, wo tags darauf auch das Sommerfest stattfindet.

 

 

Weitere Informationen werden rechtzeitig auf der Internetseite www.mve-h.de bekannt gegeben.